Rudolf (von Habsburg) Habsburg

Rudolf (von Habsburg) Habsburg (1218 - 1291)

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Rudolf Habsburg formerly von Habsburg
Born in Schloss Limburg, RH, Freiburg, Badenmap
Ancestors ancestors
[sibling(s) unknown]
Husband of — married [location unknown]
Husband of — married in Bazel or Remiremont an der oberen Moselmap
Descendants descendants
Died in Speyer, Rheinland-Pfalzmap
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Rudolf (von Habsburg) Habsburg has German Roots.

Contents

Biography (English)

Rudolf was born in 1218. Rudolf von Habsburg passed away in 1291. [1]

Family

Rudolf von Habsburg heiratete um 1253 im Elsass Gertrud von Hohenberg (* um 1225; † 1281), mit der er vierzehn Kinder hatte, unter anderem:

  1. Mathilde (1251–1304)
    married 1273 in Heidelberg to Ludwig II. von Oberbayern, Pfalzgraf bei Rhein (1229–1294)
  2. Albrecht I. (1255–1308)
    married 1276 in Wien to Elisabeth von Tirol (1262–1313)
  3. Katharina (1256?–1282)
    married 1279 in Wien to Otto III., Herzog von Niederbayern (1261–1312)
  4. Agnes (1257–1322)
    married 1273 in Wittenberg to Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg (1298)
  5. Hedwig (um 1259–1285/86)
    married 1279 in Lehnin to Otto IV. von Brandenburg (1264–1308/09)
  6. Clementia (Klementia) (um 1262–1293)
    married 11 January 1281 to Karl Martell, Titularkönig von Ungarn († 1295), Sohn Karls II. von Neapel aus dem Adelsgeschlecht der Anjou
  7. Hartmann (1263–1281 ertrunken im Rhein)
    verlobt mit Prinzessin Johanna, Tochter Königs Eduard I. von England
  8. Rudolf II. (1270–1290)
    married 1289 in Prag to Agnes von Böhmen, Tochter Königs Ottokar II. Přemysl
  9. Guta (Jutta) (1271–1297)
    married 1285 in Prag to Wenzel II., König von Böhmen (1271–1305)
  10. Karl (*/† 14. Februar 1276)[17]

In zweiter Ehe heiratete Rudolf im Mai 1284 in Besancon Agnes (Isabella) von Burgund (* um 1270; † 1323)

He had one illegitimate son:

  1. Albrecht, Graf von Löwenstein-Schenkenberg

Unproved children

These children are not listed in WIkiTree article for Rudolph or FMG. Their existence is doubtful. It appears the came in via a merge.

  1. Euphemia
  2. Fredrich

Biography (German)

Rudolf von Habsburg (* 1. Mai 1218 auf Burg Limburg bei Sasbach am Kaiserstuhl; † 15. Juli 1291 in Speyer) war als Rudolf IV. Graf von Habsburg, Kyburg und Löwenstein sowie Landgraf im Thurgau. Als Rudolf I. war er ab 1273 der erste römisch-deutsche König aus dem Geschlecht der Habsburger, von 1276 bis 1286 zudem Herzog von Kärnten und Krain sowie von 1278 bis 1282 Herzog von Österreich und der Steiermark.

Rudolf war der erste der – allerdings nur von Bernd Schneidmüller so genannten – „Grafenkönige“. Seine Leistungen wurden bereits von seinen Zeitgenossen anerkannt. Er beendete das Interregnum, besiegte den böhmischen König Ottokar II. und setzte den Landfrieden sowie die Hofrechtsprechung in Teilen des Reiches wieder durch. Im Rahmen seiner Möglichkeiten stärkte er das Königtum trotz der herausragenden Stellung der Kurfürsten und legte durch den Gewinn des Königtitels sowie den territorialen Zugewinn durch die Eroberung Österreichs die Grundlage für den weiteren Aufstieg seiner Familie. Er gilt außerdem als eine der populärsten Herrscherfiguren des deutschen Mittelalters.

Ehen und Nachkommen

Rudolf von Habsburg heiratete um 1253 im Elsass Gertrud von Hohenberg (* um 1225; † 1281), mit der er vierzehn Kinder hatte, unter anderem:

  • Mathilde (1251–1304)
    ∞ 1273 in Heidelberg mit Ludwig II. von Oberbayern, Pfalzgraf bei Rhein (1229–1294)
  • Albrecht I. (1255–1308)
    ∞ 1276 in Wien mit Elisabeth von Tirol (1262–1313)
  • Katharina (1256?–1282)
    ∞ 1279 in Wien mit Otto III., Herzog von Niederbayern (1261–1312)
  • Agnes (1257–1322)
    ∞ 1273 in Wittenberg mit Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg (1298)
  • Hedwig (um 1259–1285/86)
    ∞ 1279 in Lehnin mit Otto IV. von Brandenburg (1264–1308/09)
  • Clementia (Klementia) (um 1262–1293)
    ∞ 11. Januar 1281 mit Karl Martell, Titularkönig von Ungarn († 1295), Sohn Karls II. von Neapel aus dem Adelsgeschlecht der Anjou
  • Hartmann (1263–1281 ertrunken im Rhein[16])
    verlobt mit Prinzessin Johanna, Tochter Königs Eduard I. von England
  • Rudolf II. (1270–1290)
    ∞ 1289 in Prag mit Agnes von Böhmen, Tochter Königs Ottokar II. Přemysl
  • Guta (Jutta) (1271–1297)
    ∞ 1285 in Prag mit Wenzel II., König von Böhmen (1271–1305)
  • Karl (*/† 14. Februar 1276)[17]

In zweiter Ehe heiratete Rudolf im Mai 1284 in Besancon Agnes (Isabella) von Burgund (* um 1270; † 1323)

Unehelicher Sohn Rudolfs war Albrecht, Graf von Löwenstein-Schenkenberg

from Wikipedia: Rudolf I. (HRR), accessed 17 jul 2014

Mittelalter DE.dir\rudolf_1_von_habsburg_deutscher_koenig_+_12912.html
RUDOLF I. Deutscher König (1273-1291)
---------------- Graf von Habsburg (1239-1291)
1.5.1218-15.7.1291
Schloss Limburg Speyer
im Breisgau
Begraben: Speyer, DomÄltester Sohn des Grafen Albrecht IV. von Habsburg und der Heilwigis von Kyburg, Tochter von Graf Ulrich
Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite
********************
RUDOLF I. von Habsburg, deutscher König
----------------------------------
* 1. Mai 1218, + 15. Juli 1291
Begraben: Speyer, Dom
Eltern: Graf Albrecht IV. von Habsburg und Hedwig von Kiburg
1. oo Gertrud (seit 1273 Anna genannt) von Hohenberg
-16. Februar 1281
2. oo Isabella/Elisabeth, Tochter Hugos IV. von Burgund
- 1323Die Wahl des schwäbischen Grafen Rudolf von Habsburg zum deutschen König am 1. Oktober 1273 in Frankfurt am Main beendete das sogenannte Interregnum und markierte nach verbreiteter Auffassung den Beginn der spätmittelalterlichen Epoche des deutschen Königtums, das die Grundlagen seiner Herrschaft nach der staufischen Katastrophe und einer Schwächephase der Monarchie nur mühsam zu konsolidieren vermochte und schließlich vor allem auf die eigene "Hausmacht" als entscheidender Basis für die Ausübung herrschaftlicher Gewalt zurückgreifen musste. Die Kurfürsten, auf deren Kreis sich im Verlaufe des 13. Jh. das aktive Königswahlrecht verengt hatte, versuchten ihre Entscheidung zugunsten RUDOLFS zwar als einmütig darzustellen, konnten dabei aber nicht die Tatsache verbergen, dass der glanzvolle und selbst auf den deutschen Thron ambitionierten König Otakar II. Premysl von Böhmen gegen die Missachtung seines Votums an den Papst appellierte und in Opposition zu dem neuen König trat, der vom Kölner Erzbischof Engelbert II. am 24. Oktober 1273 im Aachener Münster gekrönt und gesalbt worden war. Neben die Revindikation entfremdeten Reichsgutes (für welche die Absetzung FRIEDRICHS II. 1245 als Stichjahr festgesetzt wurde), die Wiederaufrichtung und Festigung von Frieden und Recht im Reich und die Verständigungsbemühungen mit dem Papsttum (die vor allem die Kaiserkrönung und Sicherung der Thronfolge eines Sohnes zum Ziel haben mussten) trat daher als vordringliche Aufgabe die Unterwerfung Otakars, die auch als Teil der Revindikationspolitik begriffen werden konnte, da der Böhme ohne zugkräftigen Rechtstitel das Erbe der BABENBERGER in den Herzogtümern Österreich und Stiermark sowie die Nachfolger der SPANHEIMER in Kärnten angetreten hatte.Einen ersten wichtigen Erfolg bedeutete am 26. September 1274 die Anerkennung durch Gregor X., der die Kurfürsten einst zur Wahl gedrängt hatte, da er für den von ihm geplanten (dann aber nicht auf den Weg gekommenen) Kreuzzug den deutsch-römischen König als künftigen Kaiser benötigte. Auf den Hoftagen von Nürnberg, Würzburg und Augsburg (November 1274, Januar und Mai 1275) schuf der HABSBURGER die rechtlichen Voraussetzungen für seine Revindikationspolitik und ließ den Böhmen-König gleichzeitig den Prozess machen, da dieser es versäumte, seine Reichslehen zu muten, und sich außerdem die südostdeutschen Herzogtümer unrechter Weise angeeignet hatte. Aber nicht nur rechtlich, sondern auch militärisch bereitete RUDOLF von Habsburgseinen Schlag gegen Otakar sorgfältig vor und marschierte, nachdem über den Böhmen am 24. Juni 1275 die Reichacht verhängt worden war, im Herbst 1276 in die ehemals babenbergischen Herzogtümer ein, wo sich schon längst eine beachtliche Opposition gegen das straffe Regiment des PREMYSLIDEN gebildet hatte. Dieser musste sich am 25. November 1276 unterwerfen, nachdem es ihm 4 Tage zuvor (am 21. November) im Wiener Frieden immerhin gelungen war, die traditionelle Herrschaft über Böhmen und Mähren zu sichern; auf seine übrigen Erwerbungen jedoch musste er verzichten. Der Versuch, dieser Entscheidung mit militärischen Mittel zu revidieren, scheiterte am 26. August 1278 bei Dürnkrut und kostete dem Böhmen das Leben. RUDOLF, dessen Interesse sich nun auch auf Böhmen und besonders auf Mähren richtete, willigte schließlich trotzdem in einem Ausgleich mit den PREMYSLIDEN und die schon 1276 vereinbarte Doppelhochzeit ein: Mitte November 1278 oder im Januar des folgenden Jahres gab er seine Tochter Gutadem jungen Wenzel II., den Sohn und Nachfolger Otakars zur Frau, während sein Sohn Rudolf der Jüngere gleichzeitig mit Agnes, der Schwester Wenzels, vermählt wurde. Die dem böhmischen Einfluss entzogenen süddeutschen Herzogtümer jedoch hat er an sein Haus gebracht; diesen Erwerb (und nicht eine Vereinigung der erledigten Lehen mit dem Reichsgut) scheint er von Anfang an ins Auge gefasst zu haben.Schon der österreichische Landfriede vom 3. Dezember 1276 sollte offenkundig auch dazu dienen, eine günstige Stimmung für diesen Plan zu erzeugen; die Übertragung der durch Otakars Vertreibung freigewordenen Kirchenlehen an RUDOLFSSöhne und die 1281 vollzogene Ernennung des Erstgeborenen ALBRECHT I. zum Reichsverweser in Österreich und Steiermark waren weitere wichtige Etappen auf dem Wege zum ersehnten Ziel, das im Dezember 1282 mit Zustimmung der Kurfürsten erreicht wurde. Die Übertragung der südostdeutschen Herzogtümer an die Söhne ALBRECHT und Rudolf den Jüngeren zur gesamten Hand verbreiterte aber nicht nur die Machtbasis des Hauses HABSBURG, sondern bewirkte gleichzeitig den Aufstieg des gesamten Geschlechtes aus dem Grafen- in den Fürstenstand, weswegen Rudolf der Jüngere auch nicht die Würde eines Reichsfürsten verlor, als er 1283 auf sein Recht aus der Gesamtbelehnung verzichtete.Als der König im Juni 1281 den ehemals babenbergischen Herzogtümern den Rücken kehrte, hatte er sich fast fünf Jahre lang intensiv um deren innere Verhältnisse gekümmert, die übrigen Regionen des Reiches jedoch nur aus der Ferne regieren können. Das sollte sich nun ändern. Schon seit seiner Wahl hatte sich der HABSBURGER um die Sicherung des Landfriedens bemüht. 1281 griff er schließlich auf den Reichslandfrieden FRIEDRICHS II. von 1235 (Mainzer Landfriede) zurück und erneuerte diesen mehrfach. Geschah dies zunächst mit räumlicher und zeitlicher Beschränkung, so besaß die Erneuerung 1287 und 1291 doch Geltung für das gesamte Reich: das Königtum hatte damit seine Friedenshoheit prinzipiell behauptet, die Durchsetzung des Friedens allerdings musste es in vielen Regionen des Reiches den lokalen Gewalthabern überlassen.Wenn es RUDOLF auch gelang, seine Herrschaftssphäre im Reich allmählich auszudehnen und vor allem den mitteldeutschen Raum in sie einzubeziehen (auf Weihnachten 1289 berief er einen großen Hoftag nach Erfurt und sorgte persönlich mit strenger Hand für Ruhe und Sicherheit in Thüringen), so bildete doch zweifellos die traditionell königsnahen und königsoffenen Landschaften an Ober- und Mittelrhein, in Schwaben und Franken die eigentliche Basis seines Königtums, jene Regionen, in denen mühelos an staufische Traditionen angeknüpft werden konnte: in diesen Kernräumen der Königsherrschaft konzentrierte sich noch immer das meiste Reichsgut, hier war die Revindikationspolitik daher am erfolgreichsten und nur hier konnten unter Anlehnung an staufische Prokuratoren eingerichtete Landvogteien als eine vom König dominierte Organisation zu Schutz und Wiedererwerb des Reichsbesitzes aufgebaut werden, während in den königsfernen Gebieten des Nordens Fürsten mit diesen Aufgaben betraut werden mussten.Man kann nicht sagen, RUDOLFS Politik sei ohne Erfolg gewesen, aber dieser hielt sich insgesamt doch in den Grenzen, die seinem Königtum durch die allgemeine Entwicklung nach dem Sturz der STAUFER gesetzt waren. Glanzvoll war RUDOLFS Monarchie keinesfalls, seine Hoftage wurden nur selten und - wenn überhaupt - dann aus besonderen Anlässen von zahlreichen Fürsten besucht; im Vergleich etwa zum französischen König standen seiner Herrschaft weder institutionelle Hilfen noch finanzielle Ressourcen in ausreichendem Maße zur Verfügung (obwohl RUDOLF gegenüber den Königsstädten das Recht auf Steuererhebung virtous einzusetzen wusste, ohne dass es ihm allerdings gelungen ist, die traditionelle Gesamtbesteuerung durch eine Kopfsteuer zu ersetzen). Nicht zu Unrecht ist er daher als "kleiner König" apostrophiert worden (P. Moraw) - als "klein" nicht im Sinne von unbedeutend oder gar erfolglos in seinen Bestrebungen, sondern im Sinne von eingeschränkt in seinem Herrschaftsraum und ohne die Möglichkeit staatlich-monarchischer Verwaltung, die in anderen Königreichen schon praktiziert wurden und dem rückschauenden Betrachter als "modern" erscheinen können.Nicht nur im "regnum Alemannie" konnte RUDOLFErfolge erringen, sondern auch im Arelat. Ausgehend von den habsburgischen Hausinteressen in diesem Raume vermochte er hier zugleich, die Einflusssphäre des Reiches zu wahren, indem er den nach Frankreich orientierten burgundischen Pfalzgrafen Otto IV. 1289 zur Lehnshuldigung zwang, die dieser mit dem Hinweis unterlassen hatte, dass der König noch nicht zum Kaiser gekrönt sei. In der Tat ist der HABSBURGER nie zum Kaiser gekrönt worden. Das war kein Verzicht aus freiem Entschluss, wie eine bekannte Anektode nahe legen will, sondern das Ergebnis der Verkettung von unglücklichen Umständen - denn RUDOLF hat während seiner gesamten Regierungszeit die Kaiserkrönung angestrebt. Unter Gregor X., Nikolaus III., dem für sein Entgegenkommen sogar die Romagna abgetreten wurde, und Honorius IV. konnte er sich dem Ziele mehrmals nahe wähnen, doch erreichte er nie, weil er selbst entweder verhindert war oder die Päpste zur Unzeit starben und ihre unmittelbaren Nachfolger an einer Erhöhung des habsburgischen Königtums nicht mehr interessiert waren. Dem HABSBURGERwurde damit auch die Möglichkeit eines Königs genommen, der noch bei Lebzeiten einen Sohn zum Nachfolger wählen zu lassen. Zwar bemühte sich RUDOLF schließlich auch ohne Kaiserkrone darum, die Sohnesfolge zu sichern, doch konnte er die Kurfürsten nicht für seine Pläne gewinnen. So scheiterte er (Nicht aus eigenem Verschulden) bei dem Versuch einer dynastischen Nachfolgeregelung am fürstlichen Widerstand. Das war sicherlich eine schwere Hypothek für das Königtum, denn RUDOLFS Nachfolger ADOLF von Nassau konnte nicht bruchlos an die habsburgische Tradition anknüpfen, sondern musste manche Wege von neuem beschreiten, die der Vorgänger schon gegangen war. RUDOLFS Regierungszeit aber bedeutete unabhängig von dieser Entwicklung eine Phase der Konsolidierung nach dem Sturz der STAUFER und dem Niedergang der Reichsgewalt sowie das Bemühen um Wiederaufnahme und Fortentwicklung traditioneller Herrschaftselemente. In ihr ist es gelungen, die weitere Entwicklung der Reichsgewalt offen zu halten. RUDOLFS Königtum stellt daher weniger die große Zäsur im Ablauf der mittelalterlichen Reichsgeschichte das als vielmehr das Verbindungsglied zwischen staufischer Monarchie und spätmittelalterlichem Hausmachtkönigtum, das er keinesfalls begründet hat, auch wenn der Erwerb der südostdeutschen Herzogtümer für das eigene Haus einen großen Erfolg darstellte und einen wichtigen Grundstein legte für den weiteren Aufstieg des habsburgischen Geschlechtes.
Quellen und Literatur:
---------------------------MGH Const. III, 1904-1906, Nr. 1-467 sowie die Appendices und Suppl. - RI VI 1, 1898 [ergänzter Neudruck 1969] - O. Redlich, R. v. H., 1903 - A. Gerlich, Stud. zur Landfriedenpolitik Kg. R.s v. H., 1963 - H. Angermeier, Kgtm. und Landfriede im dt. SpätMA, 1966, 55-79 - K. Hampe, Herrschergestalten des dt. MA, 1967, 216-247 - W. Treichler, Ma. Erzählungen und Anekdoten um R. v. H., 1971 - T.M. Martin, Die Städtepolitik R.s v. H., 1976 - H. Thomas, Dt. Gesch. des SpätMA. 1250-1500, 1983. 29-85 - P. Moraw, Von offener Verfassung zu gestaltender Verdichtung ..., 1985, 211-218 - E. Engel, R. v. H. (Dt. Kg.e und Kaiser im MA, 1989), 240-250 - G. Baaken, Ius Imperii ad regnum ..., 1993 - R. v. H. Eine Kg.sherrschaft zw. Tradition und Wandel, hg. E. Boshof-F.-R. Erkens, 1993 - K.-F. Krieger, Die Habsburger im MA, 1994.------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------RUDOLF I. begleitete 1241 seinen Paten, Kaiser FRIEDRICH II., nach Italien und wurde dort zum Ritter geschlagen. Nachdem sein Vater in Palästina gestorben war, trat RUDOLF als Erbe in den Besitz der halben Grafschaft Habsburg. Durch Vermählung mit Gertrud von Hohenberg vergrößerteRUDOLFseine Besitzungen um die Burg Ortenburg und mehrere im Elsass gelegene Güter. RUDOLF hatte sich zunächst als Parteigänger der STAUFER, dann in der "kaiserlosen" Zeit, oft am Rande der Legalität operierend, durch Erbschaften, Heirat und Familienstreitigkeiten ein nicht zusammenhängendes, aber gewichtiges Herrschaftsgebiet vom St. Gotthard bis zu den Vogesen geschaffen. Durch erfolgreiche Fehden mit den Kirchenvertretern von St. Gallen, Basel und Straßburg und dem Grafen von Württemberg festigte er es bis nach Burgund und Savoyen hinein. 1249 und 1254 wurde er gebannt. Nach dem Tode seiner Vettern, der Grafen von Kyburg, erbte er deren Grafschaft. Auf Drängen des Papstes Gregor IX., der ein wieder aktionsfähiges Königtum als Stütze gegen die französische Bedrohung brauchte, wählten die Kurfürsten am 1.10.1273 den Grafen Rudolf von Habsburg zum König. Gegen die Wahl protestierte König Ottokar II. von Böhmen, der eigene Thronpläne hegte. Der neue König musste seine Wahl mit Privilegien für die Kurfürsten erkaufen und ihnen durch sogenannte Willebriefe ein Mitspracherecht an der Regierung zugestehen. Als einen der erfolgreichsten Territorialherren SW-Deutschlands gelang es ihm im Verlauf seiner Regierung, die habsburgische Hausmacht entscheidend zu vergrößern. Seine Politik der Rückforderung (Revindikation) der seit 1245 (Absetzung Kaiser FRIEDRICHS II.) entfremdeten, verpfändeten oder usurpierten Güter und Rechte des Reiches sowie der Einrichtung von Landvogteien war trotz der Unterstützung der Feudalgewalten (Albrecht von Braunschweig und Markgrafen von Brandenburg) der entscheidende Erfolg versagt geblieben. Ottokar II. von Böhmen wurde, da er die Herausgabe okkupierter Gebiete und die Lehnshuldigung verweigerte, am 24.6.1275 geächtet. Im Feldzug von 1276 zwang RUDOLFOttokar II., der durch die Opposition des böhmischen und österreichischen Adels geschwächt war, zur Unterwerfung. Im Wiener Frieden vom 21.11.1276 huldigte Ottokar für Böhmen und Mähren und musste die Herzogtümer Österreich, Steiermark, Krain, Kärnten und Egerland ausliefern. Bei Dürnkrut auf dem Marchfeld besiegte RUDOLF am 26.8.1278 im Bündnis mit den Ungarn König Ottokar, der sich dem Wiener Frieden nicht gefügt und erneut losgeschlagen hatte. Ottokar wurde auf der Flucht erschlagen. Der Sieg gab RUDOLFdie endgültige Verfügungs-Gewalt über die von Ottokar okkupierten Reichslehen, die er zunächst selbst verwaltete. 1281 stellte König RUDOLF die Reichsherrschaft über Peterlingen, Gummingen, Murten, Bern und andere Orte durch Feldzüge gegen die Grafen von Savoyen wieder her, nachdem er bereits 1277 mit dem Kauf des strategische wichtigen Freiburg die eigenen Eroberungspläne der Grafen von Savoyen durchkreuzt hatte. RUDOLF verzichtete auf spektakuläre außenpolitische Erfolge und richtete sein Augenmerk auf die inneren Zustände des Reiches. Obwohl RUDOLF der Sicherung des Friedens seine Kraft widmete, gelang es ihm nicht, eine durchgreifende Erneuerung der Königsmacht im Reich durchzusetzen. Am 27.12.1282 belehnte er seine Söhne ALBRECHT und Rudolf mit Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain. Damit entstand im SO des Reiches eine konzentrierte habsburgische Hausmacht als Grundlage für eine starke Reichspolitik. 1284 forderte RUDOLF von den Reichsstädten eine Vermögensteuer, den "Dreißigsten Pfennig", nachdem er bereits 1274 von elsässischen und schwäbischen Städten außerordentliche Steuern zur Beilegung seines Geldmangels erhoben hatte. Mehrere Städte, zum Beispiel Würzburg, Hagenau und Kolmar lehnten sich gegen die Steuer auf (1284/85). Im Feldzug gegen Besancon (1289) zwang RUDOLF den Pfalzgrafen Otto von Burgund zur vorübergehenden Lehnshuldigung. Trotzdem nahm der französische Einfluss an der westlichen Reichsgrenze von Flandern über Lothringen bis ins Arelat zu. Zur Sicherung des Landfriedens ging er streng gegen das Raubrittertum vor und ließ Friedensbrecher hinrichten. 1290 berief RUDOLF ein Städte"parlament" nach Nürnberg ein. Es wurden die Reichsfinanzen beraten und größere Summen durch die Städte bewilligt. Trotz seiner großen Popularität konnte sich RUDOLF I. auf seine Stütze, die freien Reichsstädte, nicht mehr verlassen, da die Last der Steuern zu sehr drückte. König RUDOLF verkörperte als Persönlichkeit einen neuen Herrschertypus. Er war schlank, hager, asketisch, ohne jeglichen Prunk wickelte er seine Geschäfte ab, dabei verfolgte er zäh seine Ziele. Auf dem Marchfeld erschien er in rostiger Rüstung und seine Gefolgsleute wählte er nach Leistung und nicht nach der Herkunft aus. Als er seinen Tod nahen fühlte, ritt er aufrecht nach Speyer, um dort zu sterben.
Wolf Armin: Seite 57
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"Welf VI. Letzter der schwäbischen Welfen ? "Bisher galt das Urteil des Habsburg-Forschers Alphons Lhotskysl: "RUDOLF gehörte nicht dem engeren Reichsfürstenstand an. Überhaupt kam RUDOLF als ein völlig neuer Mann empor, der nicht die geringste verwandtschaftliche Beziehung mit den alten königlichen Häusern und Sippen aufzuweisen hatte."Im Gegensatz zu dieser Auffassung ist nunmehr festzustellen, dass die HABSBURGER in direkter cognatischer Linie von Welf VI. abstammten. Die Konsequenzen sind ungeheuer: DieHABSBURGER waren über Welf VI. blutsverwandt mit den STAUFERN. Sie waren bereits um 1200 ebenbürtig mit den zwei vornehmsten Königshäusern des Reiches! Während der ältere Zweig der WELFEN unter Heinrich dem Löwen der Acht verfallen und zum großen Teil enteignet worden war, war Welf VI. nicht - wie man bisher meinte - der Letzte seines Geschlechts, sondern lebte über eine Tochter und eine Enkelin (die beide beim Erbfall 1191 schon tot waren) in den HABSBURGERNweiter. Aus diesem Geschlecht kam RUDOLF, der König, der nach dem Untergang der STAUFER das Interregnum beendete und das Reich erneuerte.
um 12531. oo Gertrud Anna von Hohenberg, Tochter des Grafen Burchard III.
um 1225-16.2.1281
Schwaben Wien
Mai 12842. oo Agnes (Isabella) von Burgund, Tochter des Herzogs Hugo IV.
Besancon um 1270- um 1323
Dijon Chambly
Kinder:
1. Ehe
Mathilde
um 1253-23.12.1304
Rheinfelden München
24.10.1273
oo 3. Ludwig II. der Strenge Herzog von Bayern
13.4.1229-3.2.1294
ALBRECHT I. Deutscher König
nach 1255-1.5.1308
Katharina
um 1256 oder 1265-4.4.1282
Rheinfelden Landshut
um 1279
oo Otto III. Herzog von Nieder-Bayern
11.2.1261-9.9.1312
Agnes Gertrud
um 1257-11.10.1322
Rheinfelden Wittenberg
1273
oo Albrecht II. Herzog von Sachsen-Wittenberg
um 1250-25.8.1298
Hedwig
um 1259- um 1303
Rheinfelden Brandenburg
1279
oo Otto IV. Markgraf von Brandenburg
um 1238-27.11.1309
Clementia
um 1262- nach 7.2.1293
Rheinfelden Neapel
1281
oo Karl I. Martell von Anjou König von Ungarn
September 1271-12.8.1295
Neapel Stuhlweißenburg
Hartmann Graf von Habsburg
um 1263-20.12.1281 ertrunken
Rheinfelden
Rudolf II. Herzog von Österreich
um 1270-10.5.1290
Rheinfelden Prag
Jutta (Guta)
13.3.1271-18.6.1297
Rheinfelden Prag
24.1.1285
oo 1. Wenzel II. König von Böhmen
17.9.1271-21.6.1305
Karl Graf von Habsburg
14.2.1276-16.8.1276
Illegitim: von Ita
Albrecht von Schenkenberg
-
Literatur:
-----------Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen. Hg. von Karl Schmid; Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1990, Seite 9,122, 125-128,131,137,242-245,247,257,260,265,297,303 - Engel, Evamaria: Rudolf von Habsburg, in Deutsche Könige und Kaiser des Mittelalters, Urania-Verlag 1988, Seite 240-251 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 134,160,165,168 - Franzl, Johann: Rudolf I. Der erste Habsburger auf dem deutschen Thron, Verlag Styria 1986 - Höfer, Manfred: Die Kaiser und Könige der Deutschen, Bechtle Verlag Esslingen 1994, Seite 121-124 - Hoensch, Jörg K.: Premysl Otakar II. von Böhmen. Der goldene König. Verlag Styria Graz Wien Köln 1989 Seite 8,14,24,36,58,60,87,128,132,151,163,172,188,193,197,203-253,255-259 -Jaeckel, Gerhard: Die deutschen Kaiser. Die Lebensgeschichten sämtlicher Monarchen von Karl dem Großen bis Wilhelm II., Weltbild Verlag Augsburg, Seite 101-103 - Jehl, Rainer: Welf VI., Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todesjahr vom 5. bis 8. Oktober 1991 im Schwäbischen Bildungszentrum Irse, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 44,47,49,57 - Krieger, Karl-Friedrich: Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1994, Seite 11,15,20,29,31-72, 194 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 213,237,240,248,259,389 A 45,392 A 66,406 A 96,415 A 56 - Pohl Walter: Die Welt der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag Styria, Seite 8,161,248,253,278,290 - Reifenscheid, Richard: Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I. Verlag Styria Graz Wien Köln, 1982, Seite 9,13-24,26,29,339,352 -===================================================================
http://www.knerger.de/Die_Personen/regenten/regenten_2/regenten_3/regenten_4/regenten_5/regenten_6/regenten_7/regenten_8/regenten_9/rudolfihregenten_9.html
König des Heiligen Römischen Reichs, erster König aus dem Hause Habsburg und Begründer der Habsburger-Dynastie, ältester Sohn Graf Alberts IV. von Habsburg (+um 1240), erweiterte den habsburgischen Besitz im Elsaß, in der Schweiz und in Schwaben und wurde zum mächtigsten Fürsten im Südwesten des Reiches, wurde 1273 von den Kurfürsten auf Drängen Papst Gregors X. (Pontifikat 1271-76) zum König gewählt und beendeten damit das Interregnum <../../../../../../../../../../Erlaeuterungen/interregerlaeuterungen.html>, die beiden herrscherlosen Jahrzehnte im Reich. Als seine Wahl von Alfons X. von Kastillien und Ottokar II. von Böhmen angefochten wurde, veranlaßte Gregor X. Alfons zum Verzicht auf die Kaiserkrone, so daß Rudolf seinen Anspruch auf den Kirchenstaat aufgab. Ottokar, der weiterhin die Anerkennung des neuen Königs verweigerte, wurde zunächst 1276 von Rudolf besiegt und endgültig 1278 auf dem Marchfeld bei Dürnkurt; Ottokar kam in der Schlacht um, Krain und das Egerland fielen an Rudolf. Lediglich Böhmen und Mähren verblieben im Besitz von Ottokars Sohn Wenzel II. Damit hatte Rudolf die Grundlagen für das spätere Habsburgerreich gelegt. Die aufgrund des Interregnum im Reich herrschenden chaotischen Zustände wirkte Rudolf durch die Verwaltungen und stärkte als Gegengewicht zu den Territorialherren die Städte. Jedoch gelang es ihm nicht, die Kaiserkrönung in Verbindung mit einer erblichen Thronfolge durchzusetzen.

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  1. First-hand information as remembered by Björn Lohnert, Sunday, January 26, 2014. Replace this citation if there is another source.


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Rudolf I of Germany at stained glass in Saint Jerome's chapel in town hall in Olomouc (Czech Republic)
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Rudolf I of Germany
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